Automatisierung · Bewertungen einsammeln

Nach jedem Auftrag eine Bitte um Bewertung, ohne dass Sie daran denken

Der Ablauf „Bewertungen automatisch anfragen“ erinnert nach jedem abgeschlossenen Auftrag daran, dass eine Bitte um eine Google-Bewertung fällig ist, oder verschickt sie selbst, wenn der Versandweg rechtlich geklärt ist. bytebrise aus Fürstenfeldbruck richtet diesen Ablauf für kleine Betriebe in Oberbayern ein. Gefragt wird jeder Kunde gleich, ohne Filter nach Zufriedenheit.

Die Automatisierung ist neu in unserem Angebot und läuft noch bei keinem Betrieb. Das Beispiel auf dieser Seite stammt aus der erfundenen Schreinerei Muster.

So läuft „Bewertungen automatisch anfragen“

Ein Auftrag wird in Ihrer Auftragsliste, Ihrem Kalender oder Ihrer Buchhaltung als erledigt markiert. Danach prüft der Ablauf, ob eine Einwilligung für eine Nachricht vorliegt, und schickt die Bitte oder erinnert Sie daran.

SchrittAuslöserWas von selbst passiertWas Sie tun
1Auftrag wird als erledigt markiertDer Ablauf prüft, ob eine Einwilligung für Mail oder SMS vermerkt ist.nichts, außer die Einwilligung einmal vorab zu erfassen
2Einwilligung liegt vorDer Entwurf der Bitte mit dem Bewertungslink aus Ihrem Google-Profil liegt bereit.Entwurf lesen und freigeben, oder unverändert senden lassen
3Einwilligung fehltDer Kunde landet auf einer Liste „Bewertung erbitten“ für die Karte am Tresen oder das persönliche Gespräch.Karte mitgeben oder beim nächsten Kontakt fragen
4Eine neue Rezension kommt anEine Nachricht mit einem Antwortentwurf liegt bereit.Entwurf lesen, ändern, freigeben

Ein fester Bestandteil des Ablaufs: Jeder Kunde bekommt dieselbe Bitte mit demselben Link, ohne Auswahl nach Zufriedenheit und ohne Erinnerungsserie. Der Zeitpunkt und der Wortlaut passen sich nicht daran an, wie ein Auftrag gelaufen ist.

Was ist bei der Bitte um eine Google-Bewertung erlaubt?

Erlaubt ist, jeden Kunden gleich um eine ehrliche Bewertung zu bitten. Nicht erlaubt sind nach Googles Richtlinie für Nutzerinhalte unter anderem Anreize wie Rabatte oder Gratisleistungen, das Verhindern negativer Rezensionen und das gezielte Bitten um positive Bewertungen (Google-Richtlinien für Nutzerinhalte). Gefragt wird deshalb jeder Kunde gleich.

Außerdem untersagt die Richtlinie, Kunden noch vor Ort zum Schreiben einer Rezension zu bewegen, bestimmte Inhalte zu verlangen oder um Rezensionen zu bitten, in denen bestimmtes Personal genannt wird (Google-Richtlinien für Nutzerinhalte). Prüfen Sie den aktuellen Stand vor dem Start an der Richtlinie selbst.

Was ist Review-Gating? So heißt es, wenn nur zufriedene Kunden um eine Bewertung gebeten werden. Beim eingerichteten Ablauf ist das technisch ausgeschlossen: Er kennt keine Filterregel nach Sternen oder Stimmung, sondern fragt nach jedem abgeschlossenen Auftrag gleich.

Ob und in welcher Form eine Bitte um eine Google-Bewertung per E-Mail oder SMS eine Einwilligung des Kunden braucht, ist eine Rechtsfrage, die dieser Text nicht abschließend beantwortet. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Kundenzufriedenheitsbefragung per E-Mail auch dann als Werbung gilt, wenn sie zusammen mit der Rechnung verschickt wird, und dass E-Mail-Werbung ohne Einwilligung grundsätzlich unzulässig ist (BGH, Urteil vom 10.07.2018, VI ZR 225/17, Volltext bei rewis.io). Klären Sie mit Ihrem Anwalt oder Datenschutzbeauftragten, ob und wie eine Einwilligung für Ihren Betrieb aussehen muss, bevor Bewertungsbitten per Mail oder SMS rausgehen. Der Ablauf verschickt deshalb nur dort eine Nachricht, wo eine Einwilligung vermerkt ist; alle anderen Aufträge landen auf der Liste für die Karte oder das Gespräch.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Bitte um eine Bewertung?

Der richtige Zeitpunkt für die Bitte um eine Google-Bewertung ist kurz nachdem die Leistung erbracht ist, solange die Erfahrung frisch ist, aber nicht mehr vor Ort. Der Ablauf setzt den Kunden deshalb einige Tage nach dem Abschluss auf die Liste „Bewertung erbitten“, mit dem Vermerk, ob eine Einwilligung für eine E-Mail vorliegt.

Angenommen, in der Schreinerei Muster in Fürstenfeldbruck (erfunden) übergibt jemand am Freitagnachmittag eine fertige Terrassenüberdachung. Der Auftrag wird im Kalender abgeschlossen. Am Montag darauf liegt in der Werkstatt-Mailbox ein Entwurf für die Bewertungsbitte, mit dem Link aus dem eigenen Google-Profil. Liegt eine Einwilligung vor, geht die Nachricht nach Ihrer Freigabe mit einem Klick raus, sonst bleibt es bei der Karte oder dem Gespräch beim nächsten Termin.

Mustertext zum Kopieren

Drei Fassungen für unterschiedliche Wege, alle ohne Aussieben nach Zufriedenheit. Die eckigen Klammern ersetzen Sie.

Mail

Vielen Dank für Ihren Auftrag. Wir freuen uns über Ihre ehrliche Meinung auf Google, egal ob lobend oder kritisch: [Bewertungslink]

SMS

Hier [Betrieb]. Danke für Ihren Auftrag. Zwei Minuten Zeit für eine ehrliche Google-Bewertung? [Bewertungslink]

Karte mit QR-Code (Tresen, Mappe, Rechnung)

Ihre Meinung zählt, egal wie sie ausfällt. QR-Code scannen oder Link öffnen: [Bewertungslink]

Ein Satz wie „Falls Sie zufrieden waren, …“ gehört nicht in den Text, weil er nach Zufriedenheit filtert. Der Link entsteht im eigenen Google-Unternehmensprofil (Google-Hilfe „Tipps für mehr Rezensionen“).

Warum zählen Bewertungen für die Sichtbarkeit bei Google?

Bewertungen zählen, weil Google sie für die lokale Suche auswertet. Bei den 187 Rankingfaktoren des lokalen Suchergebnisses steht die Menge der Bewertungen auf Platz 9, ihre Aktualität auf Platz 11 (Whitespark Local Search Ranking Factors, Ausgabe 06.11.2025). Das ist ein belegter Faktor unter vielen, keine Zusage auf eine bestimmte Platzierung: Eine bestimmte Position kann niemand versprechen.

Wie das mit „bytebrise Sichtbar“ zusammenhängt

Eine Bewertungsroutine gehört zum Monatsmodell bytebrise Sichtbar, zusammen mit der Pflege des Google-Profils, den Verzeichnis-Einträgen und der gemieteten Website (Preise). Wer die Website selbst betreibt, kann den Ablauf „Bewertungen automatisch anfragen“ trotzdem einzeln buchen.

Besonderheiten je Branche

Zeitpunkt, Kanal und Berufsrecht unterscheiden sich je Branche. Die eigenen Seiten gehen ins Detail:

Wer in einem Heilberuf oder einer Kammer-Branche arbeitet, prüft zusätzlich die eigenen Berufsregeln zu Werbung und Schweigepflicht, dazu die jeweilige Branchenseite oben.

Was Sie festlegen und freigeben

Beim Einrichten legen Sie fest, wann ein Auftrag als abgeschlossen gilt und auf welchem Weg gefragt wird. Im Alltag geben Sie danach nur noch Bitten und Antworten frei.

  • den Zeitpunkt, ab wann ein Auftrag als „abgeschlossen“ gilt (Kalender, Auftragsliste oder Buchhaltung, je nach Software im Betrieb)
  • ob Mail, SMS oder nur die Karte am Tresen genutzt wird, und ob eine Einwilligung dafür vorliegt
  • den Wortlaut der Bitte (Vorschlag oben, änderbar)
  • jede einzelne Antwort auf eine eingegangene Bewertung, bevor sie öffentlich erscheint

Was kostet der Ablauf „Bewertungen automatisch anfragen“?

Bei bytebrise kosten Prototyp und vier Wochen Test für diesen Ablauf einen Festpreis ab 1.500 €. Danach läuft der Ablauf für eine Monatspauschale weiter, monatlich kündbar zum Monatsende. Die Höhe der Monatspauschale steht in Ihrem Angebot, bevor Sie zusagen. Das Erstgespräch dauert 20 Minuten und ist kostenlos.

Alle Abläufe, Preise und wie sie zusammenhängen, finden Sie auf der Automatisierungs-Übersicht. Für den Start suchen wir drei Pilotbetriebe in Oberbayern. bytebrise nutzt die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG, die Preise sind Endpreise.

Häufige Fragen

Darf ich jeden Kunden automatisch um eine Bewertung bitten?

Ja, solange Sie alle gleich fragen. Nur zufriedene Kunden auszuwählen (Review-Gating) verstößt gegen Googles Richtlinie.

Darf ich nur zufriedene Kunden fragen?

Nein. Der eingerichtete Ablauf filtert nicht nach Zufriedenheit, sondern fragt nach jedem abgeschlossenen Auftrag.

Darf ich etwas für eine Bewertung geben?

Nein. Anreize wie Rabatte oder Gratisleistungen wertet Google als gefälschte Interaktion und kann solche Rezensionen entfernen (Google-Richtlinien für Nutzerinhalte).

Wie erstelle ich den Bewertungslink?

Im eigenen Google-Unternehmensprofil; Google erklärt in seiner Hilfe, wie der Link oder der QR-Code entsteht (Google-Hilfe „Tipps für mehr Rezensionen“).

Brauche ich eine Einwilligung für die Bitte per Mail oder SMS?

Möglich. Das ist eine Rechtsfrage, die dieser Text nicht abschließend beantwortet; klären Sie sie mit Ihrem Anwalt, bevor Nachrichten rausgehen. Ohne Einwilligung nutzt der Ablauf die Karte oder das persönliche Gespräch statt einer Nachricht.

Läuft das schon bei anderen Betrieben?

Nein, der Ablauf ist neu im Angebot von bytebrise. Er startet als Prototyp, den Sie vier Wochen im eigenen Betrieb testen.

Über den Autor

Jakob Serfözö, Gründer von bytebrise in Fürstenfeldbruck. Ich baue jeden Ablauf selbst und bin vom Erstgespräch bis zum laufenden Betrieb Ihr Ansprechpartner. Mehr über bytebrise

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