Call to Action auf der Website: den nächsten Schritt zeigen

Der Besucher ist überzeugt, weiß aber nicht, was er tun soll. Wo Telefonnummer, Button und Formular hingehören und was danach automatisch passieren kann.

Ein Call to Action ist auf einer Website der sichtbare nächste Schritt für Ihre Besucher: eine antippbare Telefonnummer, ein Button wie "Termin anfragen" oder ein kurzes Formular. Er gehört in den Kopfbereich, ans Ende längerer Abschnitte und ans Seitenende, und er sagt in einfachen Worten, was nach dem Klick passiert. Fehlt er, stehen interessierte Leser ohne Weg zu Ihnen da.

Eine leicht übersehene Bremse auf einer Firmenseite ist deshalb weder eine unglückliche Farbe noch ein langsamer Server. Es ist der überzeugte Besucher, der nicht weiß, was er jetzt tun soll. Er hat gelesen, er würde anrufen oder einen Termin ausmachen. Nur sagt ihm niemand, wie. Wer die eigene Seite jeden Tag sieht, bemerkt das kaum: Die Texte stimmen, aber der eine Satz fehlt, der sagt: Machen Sie jetzt das hier. Ich finde, genau diesen Punkt sollte man an einer bestehenden Seite als Erstes prüfen, noch vor Farben und Bildern.

Was ist eine Handlungsaufforderung auf einer Website?

Gemeint ist der klare Auftrag an den Besucher. Der Button "Termin anfragen". Die klickbare Telefonnummer oben rechts. Der Satz "Rufen Sie uns an, wir sind bis 18 Uhr erreichbar". Nichts Kompliziertes. Der Zweck: dem Interessenten in dem Moment, in dem er sich entschieden hat, den Weg vor die Nase zu legen, statt ihn suchen zu lassen.

Der Denkfehler dahinter ist verständlich. Als Inhaber kennen Sie Ihre Nummer auswendig. Für Sie ist offensichtlich, dass man Sie anrufen kann. Für den fremden Menschen, der Ihre Seite zum ersten Mal auf dem Smartphone sieht, ist gar nichts offensichtlich. Er sieht, was auf dem Bildschirm steht. Führt dort nichts zu Ihnen, gibt es für ihn keinen Kontakt.

Warum kostet eine fehlende Aufforderung Anfragen?

Weil Aufmerksamkeit schnell verfliegt. Jemand sucht "Schreiner Fürstenfeldbruck", öffnet Ihre Seite, liest zwei Absätze und nickt innerlich. Genau jetzt will er handeln. Findet er nichts zum Anklicken, tippt er auf Zurück und landet beim nächsten Treffer. Nicht weil der besser arbeitet, sondern weil dort das Telefon schneller erreichbar ist.

Online konkurrieren Sie also auch über die Frage, wie schnell man Sie erreicht. Wie viele Anfragen Ihnen eine fehlende Aufforderung tatsächlich kostet, kann niemand von außen sagen. Das zeigt nur ein Vergleich Ihrer eigenen Zahlen vor und nach einer Änderung.

Ein Beispiel: die Nummer steht nur im Impressum

Angenommen, die Schreinerei Muster in Fürstenfeldbruck hat eine ordentliche Website mit guten Bildern, aber ihre Telefonnummer steht an genau einer Stelle: im Impressum. Oben nichts, mobil nichts zum Antippen. Wer anrufen will, muss erst bis ganz nach unten scrollen und den Link zum Impressum finden.

Die Änderungen wären überschaubar. Die Nummer kommt als klickbarer Link <a href="tel:+49..."> in den Kopfbereich, am Smartphone zusätzlich als fester Balken am unteren Rand, der beim Scrollen mitläuft. Dazu eine Schaltfläche "Angebot anfragen", die zu einem kurzen Formular führt. Kein neues Design, keine Werbekampagne. Als echter Text statt als Grafik gesetzt, kann auch ein Screenreader die Nummer vorlesen. Ob sich danach etwas bewegt, sieht die Schreinerei, wenn sie vier Wochen vor und vier Wochen nach der Änderung Anrufe und Formularanfragen zählt.

Wo gehört die Aufforderung überall hin?

An mehr Stellen, als man denkt, aber als roter Faden und nicht als Belästigung. Nicht jeder Besucher liest brav von oben nach unten. Er springt, scrollt und landet über einen Google-Treffer auf einer Unterseite. Wo immer er sich entscheiden könnte, braucht er eine Möglichkeit, Sie zu erreichen:

  • Im Kopfbereich, immer sichtbar: die Telefonnummer zum Antippen und ein Button wie "Termin" oder "Angebot". Mobil gehört die Nummer an den Bildschirmrand, damit sie mitwandert.
  • Nach jedem größeren Abschnitt, etwa nach dem Leistungsblock, den Bewertungen oder der Preisliste. Wer gerade überzeugt wurde, soll nicht erst hochscrollen müssen.
  • Am Ende jeder Seite. Wer bis unten liest, ist interessiert. Lassen Sie ihn dort nicht ins Leere laufen.

Handwerk, Praxis, Gastro: welcher Button passt?

Das hängt davon ab, wie Ihre Kunden kaufen. Im Handwerk zählt bei Notfällen das Telefon: Wer vor der defekten Heizung steht, will eine Stimme hören, deshalb passt dort ein großes "Jetzt anrufen". Eine Praxis arbeitet eher mit planbaren Terminen, da passt "Termin anfragen" mit Formular, dazu ein Hinweis wie "wir melden uns innerhalb eines Werktags", sofern Sie ihn einhalten. In der Gastronomie gehören Reservierung, Speisekarte und Öffnungszeiten ohne Umweg nach vorn. Die Aufforderung folgt dem Kaufweg Ihrer Kunden, nicht einer Vorlage.

Anfragen automatisch beantworten: was nach dem Klick passiert

Eine Handlungsaufforderung bringt nur etwas, wenn nach dem Klick jemand reagiert. Wer Anfragen automatisch beantworten will, fängt bei den ersten Handgriffen an: eine Eingangsbestätigung, das Einsortieren der Anfrage und ein Antwortentwurf, den Sie nur noch freigeben. Zusagen zu Termin oder Preis bleiben bei Ihnen.

So könnte das bei der angenommenen Schreinerei Muster laufen:

  1. Eine Formularanfrage kommt herein. Der Absender bekommt sofort eine Eingangsbestätigung mit der Zeit, bis zu der sich der Betrieb meldet. Dort steht nur eine Frist, die sich auch halten lässt.
  2. Die Anfrage wird nach Art sortiert, etwa Angebot, Termin oder Reklamation. Fehlen Maße oder Ort, geht eine freundliche Rückfrage raus.
  3. Für Angebotsanfragen liegt ein Antwortentwurf mit zwei freien Terminen aus dem Kalender bereit. Jemand aus dem Betrieb liest drüber, ändert bei Bedarf und gibt frei.
  4. Klingelt das Telefon, während alle in der Werkstatt stehen, geht eine kurze SMS mit Rückrufankündigung raus. Nummer und Anliegen landen auf einer Rückrufliste.
  5. Eine monatliche Auswertung zeigt, woher die Anfragen kamen: Telefon, Formular oder Schaltfläche. So sehen Sie, welche Aufforderung genutzt wird.

Welche Daten dabei gespeichert werden und wie lange, gehört in Ihre Datenschutzerklärung. Automatisch verschickt wird nur, was vorher als Vorlage feststeht; frei formulierte Antworten gibt ein Mensch frei.

Ist ein Redesign nötig, um mehr Anfragen zu bekommen?

Nicht unbedingt. Ein kompletter Neubau kostet Zeit und Geld und ändert manchmal weniger, als man hofft. Ein sichtbarer Knopf, eine klickbare Nummer oben und eine Aufforderung pro Abschnitt lassen sich in einen bestehenden Auftritt nachrüsten. Gestaltung ist nicht egal, aber die Reihenfolge muss stimmen: erst die Kontaktaufnahme erleichtern, dann über Farben reden.

Zerfällt eine Seite mobil, lädt sie ewig oder ist die Navigation ein Labyrinth, hilft allerdings keine Schaltfläche. Dann lohnt der größere Umbau. Prüfen Sie trotzdem zuerst das Einfache.

Häufige Fragen

Wie viele Handlungsaufforderungen sind zu viel?

Wichtiger als die Zahl ist die Klarheit. Zehn Knöpfe mit zehn Beschriftungen verwirren. Eine wiederkehrende, ruhige Aufforderung pro Abschnitt, immer gleich formuliert, wirkt wie ein Geländer. Der Besucher gewöhnt sich daran und muss nicht jedes Mal neu suchen.

Reicht die Telefonnummer, oder braucht es auch ein Formular?

Bieten Sie beides an. Manche Menschen rufen an, andere schreiben lieber, auch außerhalb Ihrer Öffnungszeiten. Die Nummer für alle, die sofort sprechen wollen, das kurze Formular für die übrigen. Fragen Sie darin nur ab, was Sie für die erste Antwort wirklich brauchen.

Was gehört auf den Button, damit er geklickt wird?

Schreiben Sie drauf, was passiert. Nicht "Absenden", sondern "Rückruf anfordern" oder "Termin anfragen". Konkrete Wörter sagen mehr als vage.

Ein Test für heute: Öffnen Sie Ihre Seite am Handy und suchen Sie Ihre eigene Telefonnummer. Finden Sie sie nicht innerhalb weniger Sekunden, tun sich Ihre Kunden kaum leichter.

Wir bei bytebrise bauen und vermieten Websites im Modell bytebrise Sichtbar: 490 € einmalig zum Start, danach 149 € im Monat, kündbar zum Ende jedes Kalendermonats ohne Vorlauffrist (Preise und Leistungen). Welche Abläufe hinter dem Klick automatisch laufen können, zeigt unsere Startseite unter Sechs Abläufe. Dieser Bereich ist neu bei uns und läuft noch bei keinem Betrieb dauerhaft. Jeder Ablauf beginnt als Prototyp zum Festpreis ab 1.500 € mit vier Wochen Test in Ihrem Betrieb, danach folgt eine Monatspauschale, monatlich kündbar. Schreiben Sie uns über das Kontaktformular, dort brauchen Sie nur Name, E-Mail und Ihre Nachricht.

Wie steht Ihre Website da?

Kostenloser 60-Sekunden-Check: Meta-Daten, Content, Bilder, Schema.org und DSGVO-Basics. Ergebnis sofort, serverseitig geprüft.

Website kostenlos prüfen