Ein Google Business Profil einrichten klingt nach fünf Minuten Arbeit, und der erste Entwurf ist tatsächlich schnell angelegt. Vollständig wird das Profil in fünf Schritten: vorhandenen Eintrag beanspruchen, bestätigen lassen, Kategorie und Adresse oder Servicegebiet festlegen, Leistungen, Öffnungszeiten und Fotos eintragen, danach Bewertungen und Beiträge pflegen. Wer nach Name, Adresse und Telefon aufhört, lässt genau die Felder leer, aus denen Kunden erfahren, was Sie anbieten.
Für einen Betrieb in Fürstenfeldbruck, Olching oder Germering zählt das, weil bei einer Suche wie "Physiotherapie FFB" zuerst eine Karte mit einigen Einträgen erscheinen kann, noch vor den normalen Suchergebnissen. Dort steht Ihr Profil, nicht Ihre Startseite. Dieser Text geht jedes Feld durch, hat einen eigenen Abschnitt für Restaurants und Cafés und endet mit einer Checkliste. Ich finde: Das meiste davon schaffen Sie ohne Agentur.
Warum lohnt sich die Pflege des Profils?
Weil dort steht, was Kunden vor einem Anruf wissen wollen: Öffnungszeiten, Telefonnummer, Weg, Bewertungen. Wie Google die Reihenfolge der lokalen Treffer bildet, beschreibt Google in seiner Hilfe selbst. Dort steht auch, dass sich eine bessere Platzierung weder anfordern noch kaufen lässt (Google-Hilfe zum lokalen Ranking, abgerufen am 25.09.2026). Eine Platzierung kann Ihnen also niemand zusagen. Was Sie in der Hand haben, sind vollständige und richtige Angaben.
So kann das im Alltag aussehen: Jemand sucht auf dem Handy einen Zahnarzt in Puchheim, überfliegt die Karte, schaut auf Bewertungen und Öffnungszeiten und tippt auf Anrufen. Die Website öffnet diese Person womöglich nie. Und der Zugang zum Profil ist kostenlos.
Ein halb ausgefülltes Profil ist schnell passiert: Profil angelegt, eine Kategorie gewählt, zwei Handyfotos hochgeladen, dann liegen gelassen. Das ist, als würden Sie ein Ladenschild aufhängen und die Hälfte der Buchstaben weglassen.
Wie richte ich das Profil überhaupt ein?
Sie gehen auf google.com/business und melden sich mit einem Google-Konto an. Firmenname eingeben. Falls der Betrieb schon existiert, etwa durch alte Einträge, beanspruchen Sie ihn, statt einen zweiten anzulegen. Laut Googles Richtlinien sollte es nur ein Profil pro Unternehmen geben (Google-Richtlinien, abgerufen am 25.09.2026).
Danach kommt die Bestätigung, per Postkarte, Telefon, SMS, E-Mail oder Videoanruf. Welche Methoden Ihnen angeboten werden, legt Google selbst fest (Google-Hilfe, abgerufen am 25.09.2026). Bis die Bestätigung durch ist, tragen Sie schon alles ein, was ohne sie geht.
Adresse oder Servicegebiet?
Das entscheidet sich daran, ob Kunden zu Ihnen kommen. Ein Café in Bruck mit Laufkundschaft trägt seine Adresse ein, damit die Nadel auf der Karte sitzt. Ein Elektriker, ein Gebäudereiniger, eine mobile Fußpflege dagegen wollen oft nicht, dass Kunden vor der privaten Haustür stehen. Für sie gibt es das Servicegebiet. Sie blenden die Adresse aus und definieren stattdessen die Orte, die Sie bedienen: Fürstenfeldbruck, Emmering, Maisach, Gröbenzell. Genau so sehen es Googles Richtlinien für Betriebe vor, die Kunden nicht an der eigenen Adresse empfangen.
Wie wähle ich die richtigen Kategorien?
So genau wie möglich und so wenige wie nötig. Google verlangt eine Hauptkategorie, erlaubt weitere und schreibt in den Richtlinien: "Wählen Sie zur Beschreibung Ihres Kerngeschäfts so wenige Kategorien wie möglich aus." Die Hauptkategorie muss also das Kerngeschäft treffen. Eine Physiopraxis wählt "Physiotherapeut", nicht "Gesundheitsdienstleister" (zu vage), eine Pizzeria "Pizzeria" statt nur "Restaurant".
Eine zusätzliche Kategorie lohnt nur, wenn sie einen festen Teil Ihres Angebots beschreibt. Ein frei erfundenes Beispiel: Bietet eine Physiopraxis in FFB Massagen als eigene Leistung mit eigenen Terminen an, kann "Massagetherapeut" passen. Gibt es Massagen nur gelegentlich innerhalb einer Behandlung, gehören sie in die Leistungen. Ob eine solche Änderung etwas bewirkt, zeigt die Statistik des Profils, wenn Sie einige Wochen vorher und nachher vergleichen. Versprechen kann das niemand.
Welche Felder sollten Sie nach den Kategorien ausfüllen?
Leistungen, Attribute, Öffnungszeiten mit Feiertagen und die Beschreibung. Diese Felder sind schnell übersprungen, dabei sagen erst sie, was Sie konkret anbieten.
- Tragen Sie Ihre Leistungen einzeln ein, jeweils mit kurzer Beschreibung, etwa "Manuelle Lymphdrainage", "Kinesiotaping", "Hausbesuche". Kunden sehen dann sofort, ob Sie das Passende anbieten.
- Gehen Sie die Attribute durch: barrierefreier Zugang, Parkplätze, WLAN, Online-Terminbuchung. Setzen Sie nur, was stimmt.
- Pflegen Sie Öffnungszeiten inklusive Feiertagen. Sonst steht da "geöffnet", während Sie geschlossen haben.
- Schreiben Sie die Beschreibung in normalen Sätzen: was Sie tun und für wen. Google erlaubt höchstens 750 Zeichen, keine Links, und der Schwerpunkt soll auf dem Unternehmen liegen, nicht auf Werbeaktionen oder Preisen (Google-Hilfe, abgerufen am 25.09.2026).
Wie wichtig sind Fotos wirklich?
Fotos zeigen, was Text nicht zeigen kann: wie es bei Ihnen aussieht und wo der Eingang ist. Laden Sie echte Aufnahmen hoch: die Praxis, das Team, den Behandlungsraum, den Eingang von der Straße aus. Handyfotos bei Tageslicht reichen. Kein Stockfoto-Set. Sind Menschen zu erkennen, klären Sie vorher, ob alle einverstanden sind. Und laden Sie nach einem Umbau oder Teamwechsel neue Bilder nach.
Was gilt zusätzlich für Restaurants und Cafés?
Für die Gastronomie bietet das Profil ein paar Felder, die andere Betriebe nicht haben, und genau diese Felder beantworten die Fragen eines hungrigen Gastes. Wer zwischen zwei Lokalen schwankt, will sehen, was es gibt, was es kostet und ob heute offen ist.
- Pflegen Sie die Speisekarte im Profil als Text. Mit dem Menüeditor tragen Sie Gerichte mit Beschreibungen und Preisen ein und gliedern sie in Abschnitte wie Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts. Google stellt ihn für Betriebe der Lebensmittel- und Gastronomiebranche bereit und schreibt, dass Änderungen 24 bis 48 Stunden brauchen können (Google-Hilfe zum Menüeditor, abgerufen am 25.09.2026). Ein verlinktes PDF ist am Handy die umständlichere Lösung.
- Prüfen Sie, ob Sie Reservierungen oder Bestellungen über das Profil annehmen wollen. Google nennt für Restaurants unter anderem Online-Bestellungen sowie Buchungen und Wartelisten als Funktionen (Google-Hilfe für Restaurants, abgerufen am 25.09.2026).
- Laden Sie Fotos von echten Gerichten, vom Gastraum und von der Terrasse hoch, und ergänzen Sie sie, wenn die Karte wechselt. Ein Foto vom Spargelteller im Mai sagt mehr als ein Stockbild vom Pastateller.
- Tragen Sie Sonderöffnungszeiten für Feiertage, Betriebsurlaub und Veranstaltungen ein, bevor die Gäste vor verschlossener Tür stehen.
- Antworten Sie auf Bewertungen, auf das Lob mit einem kurzen, echten Dank, gern mit einem Detail, auf Kritik ruhig und sachlich. Andere Gäste lesen genau diese Antworten.
Ein Beispiel zum Durchdenken, kein Fall aus unseren Projekten: Angenommen, zwei Wirtshäuser liegen in derselben Straße. Das eine zeigt aktuelle Fotos, die Tageskarte als Text und die Öffnungszeiten über Pfingsten, das andere drei alte Bilder und einen Link auf ein PDF von 2022. Welches in der Karte weiter oben steht, kann niemand vorhersagen. Welches ein hungriger Gast eher anruft, können Sie sich selbst beantworten.
Und danach? Posts und Bewertungen
Danach wird gepflegt. Beiträge eignen sich für alles, was Kunden gerade wissen sollten: ein neues Angebot, ein Feiertagshinweis, ein Foto vom umgebauten Wartezimmer oder die neue Saisonkarte. Ob Beiträge etwas an der Platzierung ändern, kann Ihnen niemand zusagen. Ein fester Rhythmus, etwa alle zwei Wochen, zeigt Kunden trotzdem, dass jemand das Profil betreut.
Bewertungen lesen vor allem künftige Kunden. Bitten Sie deshalb alle Kunden um eine ehrliche Bewertung, nicht nur die, von denen Sie Lob erwarten. Googles Richtlinien verbieten, gezielt um positive Rezensionen zu bitten, negative zu verhindern oder eine Gegenleistung wie einen Rabatt anzubieten (Google-Richtlinien für Nutzerinhalte, abgerufen am 25.09.2026). Auf welchem Weg Sie um eine Bewertung bitten dürfen, etwa per E-Mail oder SMS, klären Sie im Einzelfall rechtlich.
Antworten Sie auf Bewertungen, auch auf die kritischen, sachlich und freundlich. Das lesen vor allem die künftigen Kunden.
Google-Bewertungen automatisch anfragen: welche Pflege lässt sich automatisieren?
Sie können Google-Bewertungen automatisch anfragen lassen, indem nach jedem abgeschlossenen Auftrag dieselbe Bitte mit einem Link zu Ihrem Profil vorbereitet wird, für alle Kunden gleich. Automatisch laufen die wiederkehrenden Handgriffe, die Entscheidungen und die Freigabe bleiben bei Ihnen.
So gehen Sie vor:
- Legen Sie den Auslöser fest, etwa "Auftrag abgeschlossen" in Ihrer Auftragsliste, und einen Abstand von ein paar Tagen.
- Schreiben Sie eine kurze, neutrale Bitte mit dem Link zu Ihrem Profil. Kein Rabatt, keine Vorauswahl nach Zufriedenheit, jeder Kunde bekommt dieselbe Bitte.
- Klären Sie vorher, auf welchem Weg Sie Kunden anschreiben dürfen. Eine Alternative ohne Nachricht ist die persönliche Bitte bei der Übergabe oder eine Karte mit QR-Code.
- Lassen Sie neue Bewertungen melden und einen Antwortentwurf vorbereiten, den Sie ändern und freigeben. Die dafür nötige Schnittstelle von Google muss man beantragen, Voraussetzung ist unter anderem ein seit mindestens 60 Tagen bestätigtes Profil (Google for Developers, abgerufen am 25.09.2026).
- Lassen Sie Öffnungszeiten, Urlaub und Feiertage aus einer einzigen Quelle kommen, etwa Ihrem Kalender, und einmal im Monat Anrufe und Routenanfragen aus der Profilstatistik zusammenfassen. So sehen Sie, ob sich nach einer Änderung etwas bewegt hat.
Angenommen, die Schreinerei Muster schließt einen Auftrag ab. Drei Tage später liegt die Bewertungsbitte zur Freigabe bereit, und als eine neue Bewertung eingeht, wartet darunter ein Antwortentwurf, den der Inhaber mit einem Satz ergänzt. Nicht automatisch passieren sollten Antworten, die kein Mensch gelesen hat, und alles, was Bewertungen filtert. Wie Sie Ihre Angaben auch in Verzeichnissen einheitlich halten, erklärt unser Glossar unter NAP. Wie solche Abläufe aufgebaut sind, zeigen wir bei den sechs Abläufen auf unserer Startseite. Wir bauen dieses Angebot gerade erst auf, einen Betrieb, bei dem es bei uns schon dauerhaft läuft, gibt es noch nicht. Jeder Ablauf beginnt als Prototyp zum Festpreis ab 1.500 € mit vier Wochen Test in Ihrem Betrieb, danach folgt eine Monatspauschale, monatlich kündbar.
Die Checkliste zum Abhaken
- Profil beanspruchen statt neu anlegen (nur ein Profil pro Unternehmen)
- Bestätigung starten (die Methode legt Google fest)
- Adresse oder Servicegebiet, je nach Betriebsart
- Hauptkategorie genau, weitere Kategorien nur für echtes Kerngeschäft
- Alle Leistungen einzeln eintragen und kurz beschreiben
- Attribute durchklicken, nur setzen, was stimmt
- Öffnungszeiten plus Feiertage
- Beschreibung mit Ortsbezug, in echten Sätzen, höchstens 750 Zeichen
- Echte Fotos vor Ort, Einverständnis abgebildeter Personen klären
- In der Gastronomie: Speisekarte als Text, Sonderöffnungszeiten, Fotos von echten Gerichten
- Ersten Beitrag absetzen und eine Bewertungsbitte vorbereiten, die an alle Kunden geht
Das Profil ist die eine Sache, die Website dahinter die andere. Beide sollten dieselben Öffnungszeiten, Leistungen und Kontaktdaten zeigen, sonst stutzen Interessenten.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis das Profil oben erscheint?
Das kann niemand seriös vorhersagen. Änderungen zeigt Google laut eigener Hilfe in der Regel nach etwa zehn Minuten an, in einigen Fällen erst nach bis zu 30 Tagen (Google-Hilfe, abgerufen am 25.09.2026). Wie weit oben das Profil danach steht, hängt auch von Ihren Mitbewerbern ab. Wichtiger als Schnelligkeit sind Vollständigkeit und laufende Pflege.
Brauche ich eine öffentlich sichtbare Adresse?
Nicht, wenn Sie Kunden nicht an Ihrer Adresse empfangen. Mobile Gewerke geben ein Servicegebiet an und blenden die Adresse aus. Ein Ladengeschäft mit Kundenverkehr zeigt sie dagegen an, damit die Nadel auf der Karte sitzt.
Kostet ein Google Business Profil etwas?
Nein, das Profil selbst ist kostenlos. Google verdient an Anzeigen, nicht am Eintrag. Sie zahlen nur mit Ihrer Zeit, oder mit der einer Agentur, wenn Sie die Pflege abgeben.
Wir bei bytebrise übernehmen diese Pflege im Monatsmodell bytebrise Sichtbar, zusammen mit einer Bewertungsroutine, Verzeichnis-Einträgen und der gemieteten Website: 490 € einmalig zum Start, danach 149 € im Monat, kündbar zum Ende jedes Kalendermonats ohne Vorlauffrist (Preise und Leistungen). Eine bestimmte Platzierung sagen wir nicht zu. Für eine zweite Meinung zu Ihrem Profil schreiben Sie uns über das Kontaktformular.