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Ratgeber · August 2026

Website mit 2 bis 3 Seiten: was den Preis wirklich bestimmt

Für eine Website mit zwei bis drei Seiten bekommen Sie Angebote von wenigen hundert Euro bis in den niedrigen vierstelligen Bereich, und beides kann seriös sein. Der Unterschied liegt fast nie im Design, sondern darin, wer die Inhalte macht. Dieser Ratgeber ordnet die Spanne ein und nennt drei Fragen, mit denen sich zwei Angebote nebeneinander legen lassen, ohne Fachwissen.

Warum reicht die Spanne von ein paar hundert bis mehrere tausend Euro?

Die Spanne ist so weit, weil hinter dem Wort "Website" völlig unterschiedliche Arbeitspakete stecken. Die Seitenzahl beschreibt nur den Umfang des Ergebnisses, nicht den Aufwand davor. Genau deshalb lässt sich die Frage, die im Selbstständigen-Forum auf Reddit immer wieder gestellt wird, nicht mit einer einzelnen Zahl beantworten.

"Diese sollte ungefähr 2-3 Seiten haben. In welchem Preisspektrum bewegen wir uns hier ungefähr?"

Nutzerfrage in r/selbststaendig, 04.06.2026

Ein anderer Gründer, der im selben Forum am 07.05.2026 konkrete Angebote eingeholt hatte, beschreibt das Ergebnis so: "Preislich ist da alles von 300€ bis 5.000€ dabei." Diese Spanne ist real und sie ist auch nicht neu. Schon 2014 stritt ein Technik-Forum darüber, ob 2.500 Euro für "ein Gallery mit ein paar Bildern und eine 'Über mich' Seite und Impressum" angemessen seien. Die Frage bleibt dieselbe, weil am unteren und am oberen Ende tatsächlich etwas anderes geliefert wird.

Am unteren Ende bekommen Sie eine Vorlage, in die Ihre fertigen Texte und Bilder eingesetzt werden. Am oberen Ende übernimmt jemand das Denken davor: Was soll auf der Startseite ganz oben stehen, welche Fotos braucht es, wie findet ein Kunde die Seite, und was muss rechtlich drauf. Beides heißt "Website mit 3 Seiten". Nur die Arbeit dahinter ist eine völlig andere.

Der größte Kostentreiber sind nicht die Seiten, sondern die Inhalte

Wenn Sie Texte und Bilder fertig liefern, ist der Aufwand klein. Wenn der Anbieter Texte schreibt, Fotos auswählt und sich um Impressum, Datenschutz und Auffindbarkeit kümmert, zahlen Sie für Arbeitszeit, die Sie sonst selbst investieren müssten. Das ist der eine Satz, der die meisten Angebote erklärt.

Die folgende Aufstellung hilft beim Lesen eines Angebots. Gehen Sie jede Zeile durch und markieren Sie, was Sie beisteuern können.

BausteinWirkung, wenn Sie ihn selbst mitbringen
Texte für 2 bis 3 SeitenDer größte Einzelposten fällt weg. Auch Rohtexte helfen, sie müssen nicht druckreif sein.
Bilder in OriginalgrößeKeine Bildrecherche, kein Fototermin, keine Lizenzkosten.
Logo, Farben, SchriftKein Markenaufbau nötig, das Design orientiert sich an Vorhandenem.
Seitenstruktur und Wunschtexte für Menü und ButtonsWeniger Abstimmungsrunden, weniger Korrekturschleifen.
Impressum und DatenschutzerklärungEigener Posten, der oft von einer Kanzlei oder einem Generator kommt, nicht vom Webdesigner.
Zugänge zu Domain und HostingKeine Einrichtung, keine Umzugsarbeit, kein Warten auf Dritte.

Was in dieser Liste nicht steht, bleibt beim Anbieter. Genau daraus entsteht die Preisspanne. Ein Angebot, das alle sechs Zeilen übernimmt, ist bei gleicher Seitenzahl zwangsläufig teurer als eines, bei dem Sie fünf davon mitbringen.

Drei Fragen, die zwei Angebote vergleichbar machen

Angebote lassen sich selten direkt vergleichen, weil jeder Anbieter anders auflistet. Diese drei Fragen bringen sie auf eine gemeinsame Grundlage. Sie brauchen dafür kein Fachwissen und keine zweite Meinung.

  1. Was liefere ich zu, was machen Sie? Lassen Sie sich die Aufteilung schriftlich geben, Zeile für Zeile. Wer hier ausweicht, hat den Umfang selbst nicht sauber kalkuliert. Und wenn ein Angebot deutlich günstiger ist als ein anderes, steht die Antwort meistens genau hier.
  2. Welche laufenden Kosten kommen ab Jahr eins? Domain, Hosting, Pflege, Erreichbarkeit im Störfall. Fragen Sie nach der Summe für die ersten drei Jahre, nicht nach dem Monatspreis. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
  3. Wem gehört die Seite, wenn wir uns trennen? Domain, Quellcode, Texte und Bilder sind vier getrennte Fragen mit vier möglichen Antworten. Welche das sind, steht in unserem Ratgeber zu den vier Eigentumsfragen vor jedem Vertrag.

Wenn Sie noch vor dem Angebot stehen und den Anbieter selbst einschätzen wollen, hilft die Vorstufe: sieben Fragen für das erste Agenturgespräch.

Welche laufenden Kosten kommen ab Jahr eins?

Laufende Kosten sind bei einer Website normal. Domain und Hosting fallen jedes Jahr an, Updates und Sicherheitspflege ebenso. Zum Problem werden sie erst, wenn sie im Angebot nicht auftauchen und erst später sichtbar werden. Auf einer öffentlichen Bewertungsplattform für Hosting-Anbieter, abgerufen am 05.08.2026, beschreibt ein Kunde das Muster für einen günstigen Anbieter so: Die wahren Kosten kämen erst spät, plötzlich stünden Posten im Raum, die vorher unerwähnt geblieben seien. Aus dem Frühjahr und Sommer 2026 stehen auf derselben Plattform zwei weitere Berichte: einmal wurde trotz bestätigter Kündigung eine Inkasso-Mahnung verschickt, einmal lief die Kündigung jahrelang ins Leere, während weiter abgebucht wurde.

Zwei Punkte machen den Unterschied, und beide klären Sie vor der Unterschrift:

  • Steht die Summe über drei Jahre im Angebot? Ein niedriger Einstiegspreis mit Monatsgebühr ab Jahr zwei kann am Ende teurer sein als ein höherer Einmalpreis. Wie sich das rechnet, zeigt der Ratgeber zu günstigen Website-Angeboten mit Dauer-Rabatt.
  • Wie kündigen Sie, und was bleibt danach online? Der Kündigungsweg gehört ins Gespräch vor dem Vertrag, nicht in das Jahr, in dem Sie ihn brauchen.

Ein Beispiel für eine offen ausgewiesene laufende Position: Bei bytebrise ist ein Care-Plan optional und startet bei 49 € im Monat, monatlich kündbar mit einem Monat Frist. Die Website funktioniert auch ohne ihn weiter, nur Updates und Monitoring entfallen dann. Ob ein Anbieter seine laufenden Kosten so nennt oder sie in den AGB versteckt, ist eines der ehrlichsten Auswahlkriterien überhaupt.

Ist ein Angebot unter 1.000 Euro automatisch ein Template?

Im selben Reddit-Thread vom 07.05.2026 formuliert ein Kommentar die Faustregel der Community: Wer eine Website für 300 bis 1.000 Euro inklusive Suchmaschinenoptimierung anbiete, arbeite mit Baukasten, Vorlage oder KI. Als Beschreibung dessen, was drinsteckt, trifft das oft zu. Als Urteil taugt es nicht.

Eine Vorlage ist kein Makel. Für einen Solo-Betrieb, der Leistungen, echte Fotos, Anfahrt und eine klickbare Telefonnummer braucht, kann eine sauber angepasste Vorlage genau das Richtige sein. Das Warnsignal ist nicht der Preis, sondern der Widerspruch: Wenn zu einem Preis unter 1.000 Euro zusätzlich eigene Texte, Fotografie und laufende Suchmaschinenarbeit versprochen werden, geht die Rechnung zeitlich nicht auf. Dann wird entweder später nachgefordert, oder die Leistung findet nicht statt.

Prüfen Sie deshalb nicht den Preis, sondern die Antwort auf die Nachfrage. Ein Anbieter, der offen sagt "wir arbeiten mit einer Vorlage, Ihre Texte brauchen wir von Ihnen", ist verlässlicher als einer, der zum halben Preis alles verspricht.

Was Sie selbst tun können, um den Preis zu senken

Der wirksamste Hebel ist Vorarbeit, nicht Verhandlung. Wer mit diesen fünf Dingen ins Gespräch geht, bekommt in der Regel ein günstigeres und in jedem Fall ein genaueres Angebot:

  • Rohtexte schreiben. Drei Absätze pro Seite, in eigenen Worten. Ein Anbieter kann daraus schnell etwas machen, aus einem leeren Blatt nicht.
  • Bilder sammeln. Eigene Fotos in der Originalauflösung, nicht die Version aus dem Messenger. Echte Bilder wirken auch besser als Stockmaterial.
  • Die Seitenstruktur festlegen. Welche zwei oder drei Seiten es sein sollen und was auf jede gehört.
  • Zugänge griffbereit haben. Wer die Domain registriert hat und wer beim Hoster im Konto steht, sollte vor dem Start geklärt sein.
  • Eine entscheidungsbefugte Person benennen. Korrekturrunden mit drei Meinungen sind der häufigste unsichtbare Kostentreiber.

Woran Sie besser nicht sparen: an einer Seite, die Kunden tatsächlich suchen. Eine zusätzliche Unterseite anzulegen kostet technisch fast nichts, ihr Inhalt schon. Streichen Sie eher Inhalte, die niemand liest, als Seiten, nach denen gefragt wird.

Eine ehrliche Einordnung, auch zu uns

bytebrise ist eine mögliche Antwort auf diese Frage, nicht die einzige. Unser kleinstes Paket heißt Visitenkarte, umfasst drei Seiten und kostet ab 1.490 € als Endpreis nach §19 UStG, einmalig, mit optionalem Care-Plan ab 49 € im Monat (Stand der Preisliste: 20.07.2026). Code, Design und Inhalte gehören Ihnen beim Kauf ab Tag 1, nachzulesen in der Eigentums-Garantie. Vor dem Go-Live läuft ein Prüfdurchgang mit Mindestwerten von 85 Punkten Performance, 100 Punkten SEO und 92 Punkten Barrierefreiheit auf dem Handy. Alle Pakete stehen auf der Seite Preise und Pakete.

Das heißt nicht, dass ein günstigeres Angebot falsch wäre. Wenn Sie Texte und Bilder fertig haben und nur eine saubere Umsetzung brauchen, zahlen Sie bei uns für Arbeit, die in Ihrem Fall gar nicht anfällt. Sagen Sie das im Erstgespräch, dann bekommen Sie entweder ein kleineres Angebot oder den ehrlichen Hinweis, dass jemand anderes besser passt.

Ein Punkt fällt bei kleinen Websites häufiger ins Gewicht als der Preis. In unserer Untersuchung von 43 Handwerksbetrieben aus Bayern (erhoben am 30.07.2026) hatten 30 Prozent ihre Telefonnummer nur als Text auf der Seite, nicht als klickbaren Link, 35 Prozent boten kein echtes Kontaktformular an. Details dazu in der Handwerker-Website-Studie. Der teuerste Fehler bei einer Drei-Seiten-Website ist selten der Preis. Es ist eine Seite, die eine Anfrage nicht durchlässt.

Häufige Fragen

In welchem Preisspektrum bewegt sich eine Website mit 2 bis 3 Seiten?
Realistisch von wenigen hundert Euro bis in den niedrigen vierstelligen Bereich. Am unteren Ende liefern Sie Texte und Bilder fertig zu und bekommen ein angepasstes Template. Am oberen Ende übernimmt der Anbieter Texte, Bildauswahl, Technik und Auffindbarkeit und rechnet dafür Arbeitszeit ab. Die Seitenzahl allein sagt über den Preis wenig aus.
Ist ein Angebot unter 1.000 Euro automatisch unseriös?
Nein. Ein niedriger Preis bedeutet in der Regel, dass mit einer Vorlage gearbeitet wird und dass Sie die Inhalte beisteuern. Das kann für den Start völlig ausreichen. Kritisch wird es erst, wenn ein Anbieter zu diesem Preis zusätzlich Textarbeit, Fotografie und laufende Suchmaschinenarbeit verspricht, ohne zu erklären, wie das zeitlich aufgeht.
Kostet eine dritte Seite viel mehr als zwei?
Die Seite selbst kaum, ihr Inhalt schon. Eine zusätzliche Unterseite anzulegen ist wenige Minuten Arbeit. Text, Bildauswahl und Korrekturschleife für diese Seite sind der eigentliche Posten. Wer den Preis drücken will, spart deshalb besser an Inhalten, die niemand liest, nicht an Seiten, die Kunden suchen.
Sind bei den bytebrise-Preisen Steuern enthalten?
Ja. bytebrise nutzt die Kleinunternehmerregelung nach §19 UStG. Alle genannten Preise sind Endpreise ohne gesonderten Umsatzsteuer-Ausweis, der genannte Betrag ist also der tatsächlich zu zahlende Betrag. Bei netto ausgewiesenen Angeboten anderer Anbieter kommt für nicht vorsteuerabzugsberechtigte Kunden die Umsatzsteuer real noch dazu.

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Zitiervorschlag

bytebrise (August 2026): Website mit 2 bis 3 Seiten, was den Preis wirklich bestimmt. Einordnung der Preisspanne und drei Vergleichsfragen vor Vertragsabschluss. https://bytebrise.com/website-kosten-2-3-seiten.html

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