Website-Ablauf bei bytebrise: In 10 Tagen zur fertigen Seite

Ein Blick hinter die Kulissen: Wie aus dem ersten Gespräch in zehn Arbeitstagen eine fertige, SEO-optimierte und barrierefreie Website wird. Und wo Sie als Kunde mitziehen müssen, damit der Plan hält.

Zehn Arbeitstage. So lange dauert bei uns eine typische KMU-Website, von der ersten Skizze bis zum Livegang. Das klingt nach Marketing-Versprechen, ist aber ein Ablauf, den wir uns über mehrere Projekte im Münchner Westen erarbeitet haben. In diesem Beitrag zeigen wir, was in diesen zehn Tagen passiert. Vor allem aber: wo Sie mitziehen müssen, damit der Zeitplan hält. Denn eine Sache können wir nicht allein stemmen.

Warum überhaupt zehn Tage und keine sechs Wochen?

Viele Agenturen kalkulieren für eine Handwerker- oder Kanzlei-Website sechs bis acht Wochen. Ein Großteil davon ist Wartezeit, keine Arbeitszeit. E-Mails, die drei Tage liegen bleiben. Freigaben, auf die man wartet. Feedback-Runden, die sich im Kreis drehen. Wir haben den Ablauf umgekehrt geplant: kurze, feste Phasen, klare Übergabepunkte, und ein Kunde, der zu zwei, drei definierten Momenten wirklich verfügbar ist. Der Rest läuft bei uns durch.

Ein Wort zur Ehrlichkeit vorweg. Zehn Tage gelten für eine überschaubare Seite, sagen wir fünf bis acht Unterseiten, ein Leistungsspektrum, kein Onlineshop mit Warenkorb und Zahlungsanbindung. Für einen Shop oder eine mehrsprachige Seite reden wir über einen anderen Rahmen. Sagen wir Ihnen dann auch so.

Phase 1: Inhalte erfassen (Tag 1 bis 2)

Am Anfang steht kein Design, sondern ein Inventar. Wir sammeln alles, was schon existiert. Die alte Website, Flyer, das Google-Unternehmensprofil, Texte aus alten Angeboten. Jede Telefonnummer, jede Öffnungszeit, jeder Leistungsbaustein. Bei einem Elektrobetrieb aus Olching haben wir so gemerkt, dass auf der alten Seite eine ganze Sparte fehlte, die der Inhaber seit zwei Jahren anbietet. Photovoltaik. Stand nirgends. Solche Lücken finden wir in dieser Phase.

Sie liefern uns in diesen ersten Tagen: Zugänge (Domain, alter Hoster), Ihre Kernaussagen, und den Termin für ein 30- bis 45-minütiges Gespräch. Mehr nicht.

Phase 2: Konzept und Struktur (Tag 3)

Jetzt entsteht die Sitemap. Welche Seiten braucht es wirklich? Was gehört auf die Startseite, was auf eine Unterseite, was kann weg? Viele KMU-Seiten leiden an Überladung. Fünf Menüpunkte, die niemand anklickt. Wir schneiden zusammen, was zusammengehört, und trennen, was der Nutzer getrennt sucht.

In dieser Phase legen wir auch den Schema.org-Typ fest, also wie Google die Seite maschinell verstehen soll. LocalBusiness, ProfessionalService, ein Handwerksbetrieb. Das entscheidet später mit, ob Sie in der lokalen Suche für Fürstenfeldbruck oder Germering auftauchen. Am Ende von Tag 3 bekommen Sie ein kurzes Konzept. Eine Freigabe. Dann geht es weiter.

Phase 3: Design-System (Tag 4 bis 5)

Wir bauen keine einzelnen Seiten, wir bauen ein System. Farben, Schriften, Abstände, Button-Zustände, wie sich ein Bild neben Text verhält. Das ist der Teil, der am Anfang unsichtbar wirkt und später jede Seite konsistent macht. Ein Kontrastverhältnis nach WCAG 2.1 AA gehört von Anfang an dazu, nicht als Nachbesserung. Barrierefreiheit ist bei uns kein Extra, das man dazubucht.

Hier fällt auch die Entscheidung über die Bildsprache. Und hier kommen wir zu der Sache, die uns einmal richtig auf die Füße gefallen ist.

Die Bildlieferung: unsere teuerste Lektion

Beim ersten Projekt mit diesem straffen Ablauf, einer Physiotherapie-Praxis, lief technisch alles rund. Design fertig, Texte fertig, Quality-Gate bestanden. Dann fehlten die Fotos. Die Praxisinhaberin wollte eigene Bilder liefern, echte Aufnahmen vom Team und den Räumen, was auch die richtige Entscheidung war. Nur kamen die Bilder erst am geplanten Launch-Tag. Alles verschob sich um eine Woche, weil wir das Layout mit Platzhaltern nicht guten Gewissens live nehmen wollten.

Seitdem ist die Bildlieferung ein fixer Meilenstein zu Projektbeginn, nicht am Ende. Wir sprechen am ersten Tag darüber, was Sie haben, was fehlt, und ob ein Fototermin nötig ist. Wenn Sie keine guten Fotos haben, sagen wir das früh und organisieren eine Lösung. Was wir nicht mehr machen: bis Tag 9 hoffen, dass die Bilder schon irgendwie kommen.

Was wir konkret von Ihnen brauchen

  • Fotos in ordentlicher Auflösung bis spätestens Tag 4. Handybilder gehen oft, wenn das Licht stimmt.
  • Ihr Logo als Vektordatei, falls vorhanden. Wenn nicht, klären wir das im Erstgespräch.
  • Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden an den zwei, drei Freigabepunkten.

Phase 4: Umsetzung (Tag 6 bis 8)

Jetzt wird gebaut. Sauberes HTML5, CSS, etwas JavaScript, kein schwerfälliges Framework, das die Ladezeit ruiniert. Mobile zuerst, weil die meisten Ihrer Kunden aus Bruck oder Puchheim vom Handy aus suchen. Wir setzen die Texte, bauen das responsive Verhalten, integrieren die SEO-Grundlagen: Meta-Tags, Open Graph, JSON-LD, sitemap.xml, robots.txt. Bilder werden als WebP optimiert und lazy geladen, damit die Startseite schnell steht.

Parallel entsteht das Admin-Backend. Ein schlankes Login, über das Sie später Texte selbst ändern können, ohne uns anrufen zu müssen. Öffnungszeiten zu Weihnachten, ein neuer Mitarbeiter, ein aktualisierter Preis. Das sollen Sie selbst können.

Phase 5: Quality-Gate (Tag 9)

Bevor irgendetwas live geht, läuft die Seite durch unseren Prüflauf. Über 80 Checkpunkte. HTML-Validierung, Lighthouse-Werte für Performance und Barrierefreiheit, ein Test der JSON-LD-Daten, Tastatur-Navigation von oben bis unten. Und jeder Text geht durch LanguageTool, weil ein Tippfehler im Impressum kein guter erster Eindruck ist.

Wir prüfen an dieser Stelle auch gegen das Inventar von Tag 1. Ist wirklich jeder Inhalt übernommen? Fehlt eine Telefonnummer, ein Zertifikat, eine Leistung? Genau hier fällt auf, wenn unterwegs etwas verloren ging.

Phase 6: Deploy und Übergabe (Tag 10)

Am letzten Tag erzeugen wir den sauberen Upload-Ordner, ohne Entwicklungsdateien, mit optimierten Bildern und reduzierten Schriften. Die Seite geht auf Ihre Domain. Wir prüfen live noch einmal Formulare, Links und die mobile Ansicht. Dann bekommen Sie eine kurze Einweisung ins Backend, meist reichen 20 Minuten.

Was danach kommt, ist keine Funkstille. Kleine Korrekturen in den ersten Wochen sind normal und für uns selbstverständlich. Eine Website ist nie ganz fertig, sie wächst mit Ihrem Betrieb.

Hält der Zehn-Tage-Plan immer?

Ehrlich? Meistens ja, wenn zwei Dinge stimmen. Erstens: Die Bilder sind früh da. Zweitens: Freigaben kommen zügig. Verzögert sich eine Freigabe um drei Tage, verschiebt sich der Launch um drei Tage, so einfach ist die Rechnung. Der Ablauf ist eng getaktet, das ist seine Stärke und gleichzeitig seine einzige Schwäche. Er verzeiht keine langen Wartezeiten.

Genau deshalb machen wir den Plan transparent. Sie wissen von Tag 1 an, wann wir Sie brauchen und wofür. Kein Überraschungs-Anruf am Tag 9.

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