Was kostet eine Website? 300 oder 5.000 Euro erklärt

Angebote für dieselbe Website reichen von wenigen Hundert bis zu mehreren Tausend Euro. Was hinter den Preisklassen steckt und mit welchen Fragen Sie Angebote vergleichen.

Was kostet eine Website? Ehrlich beantwortet ist das eine Spanne: Für wenige Hundert Euro reicht es rechnerisch für eine Vorlage, die mit Ihren eigenen Texten und Bildern befüllt wird. Für mehrere Tausend Euro bezahlen Sie Arbeitszeit für Konzept, Texte, Technik und Betreuung. Beides kann seriös sein, solange Preis und Leistung zusammenpassen. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn Sie wissen, was genau drinsteckt und was danach jeden Monat oder jedes Jahr dazukommt.

Angenommen, Sie holen für dieselbe Website drei Angebote ein und bekommen 300, 1.800 und 5.000 Euro zurück. Der erste Verdacht liegt nahe: Das günstige Angebot sei eine Seite von der Stange, vielleicht mit KI zusammengeklickt. Ganz falsch muss das nicht sein, aber die Sache ist komplizierter als billig gegen gut.

Wir bauen und vermieten selbst Websites, lesen Sie diesen Text also mit diesem Hintergrund. Ich rechne im Folgenden vor, wie viel Arbeit in welchem Betrag realistisch Platz hat.

Was bekommen Sie für 300 Euro?

Rechnen Sie selbst: Teilen Sie den Preis durch einen Stundensatz, den Sie für realistisch halten. Bei angenommenen 60 Euro pro Stunde stecken in 300 Euro fünf Arbeitsstunden. In fünf Stunden lässt sich kein Konzept erarbeiten, kein Text für jede Leistung schreiben und keine eigene Gestaltung technisch sauber umsetzen. Was in diesem Rahmen möglich ist: eine Vorlage oder ein Baukasten, in den jemand Ihre Angaben einträgt, ein paar Farben anpasst und alles freischaltet. Texte und Bilder kommen von Ihnen.

Das ist nicht per se schlecht. Für den Nebenerwerb, den Verein oder eine schnelle digitale Visitenkarte kann es reichen, sofern es ehrlich so verkauft wird. Hellhörig sollten Sie werden, wenn für diesen Betrag zusätzlich "SEO", laufende Betreuung oder ein individuelles Design versprochen werden. Rechnerisch bleibt dafür kaum Zeit übrig. Fragen Sie in diesem Fall nach, was konkret gemacht wird und wie lange.

Was bekommen Sie für 5.000 Euro?

Mit demselben angenommenen Stundensatz sind das gut 80 Stunden. In dieser Zeit kann echte Arbeit in vier Bereichen stecken: Konzept (was soll die Seite leisten, wen soll sie ansprechen), Text (jemand schreibt für Sie, statt dass Sie selbst Wochenenden am Editor verbringen), Technik (die Seite lädt zügig, ist für Suchmaschinen aufbereitet und funktioniert auf dem Handy) und Betreuung nach dem Start. Der Preis erklärt sich also nicht über mehr Knöpfe oder schickere Animationen, sondern über Arbeitszeit, die Sie sonst selbst aufbringen müssten.

Ob diese Stunden tatsächlich geleistet werden, zeigt der Preis allein nicht. 5.000 Euro sind kein Qualitätssiegel. Für eine einzelne Seite mit Foto und Kontaktdaten kann dieser Betrag genauso unpassend sein wie 300 Euro für einen Onlineshop. Lassen Sie sich deshalb zeigen, wie sich der Betrag auf die einzelnen Arbeitsschritte verteilt.

Stimmt die Faustregel "unter 1.000 Euro ist immer Baukasten"?

Eine Faustregel, die man zu Website-Preisen hören kann, lautet ungefähr so: Wer eine Website für 300 bis 1.000 Euro inklusive SEO anbietet, liefert Baukasten, KI oder Vorlage. Für den unteren Teil dieser Spanne passt die Rechnung von oben. Der eigentliche Warnhinweis ist aber eher nicht der Grundpreis, sondern der Zusatz "inklusive SEO". Suchmaschinenoptimierung bedeutet Recherche, Seitenstruktur und laufende Pflege von Inhalten. Das braucht Zeit, die in einem sehr kleinen Budget kaum Platz hat.

Zu grob wird die Regel, wo sie Baukasten und Vorlage automatisch mit schlecht gleichsetzt. Ein sauber eingerichteter Baukasten kann für eine einfache Visitenkarte völlig genügen. Lesen Sie die Faustregel lieber als Warnschild: Bei diesem Preis mit diesem Leistungsversprechen lohnt sich eine zweite Frage. Aus meiner Sicht ist diese Nachfrage der bessere Test als jede Preisgrenze.

Warum wirken selbst kleine Projekte teuer?

Weil man von außen vor allem die Zahl der Unterseiten sieht. Eine Galerie mit ein paar Bildern, eine Seite über Sie und ein Impressum wirken nach wenig Arbeit, und ein Angebot über 2.500 Euro kommt einem dann überzogen vor. Was man nicht sieht: Auch eine kleine Seite braucht eine Struktur, vollständige Pflichtangaben, eine Darstellung, die auf dem Handy funktioniert, und eine Einrichtung von Domain und Hosting, die später nicht zum Problem wird. Der Aufwand wächst nicht im gleichen Maß wie die Seitenzahl.

Deshalb mein Rat: Vergleichen Sie nie den nackten Preis. Fragen Sie nach dem Umfang. Was genau ist enthalten, wer liefert die Texte, und wer kümmert sich, wenn die Seite online ist?

Welche laufenden Kosten kommen nach dem Livegang dazu?

Manche Angebote nennen nur den Betrag für den Bau. Später fallen weitere Posten an, die in den Vergleich gehören:

  • Domain und Hosting, oft als Jahresbetrag
  • Updates für System und Erweiterungen, vor allem wenn Sicherheitslücken bekannt werden
  • Sicherungen und die Frage, wer im Notfall wiederherstellt
  • Änderungen an Texten, Preisen oder Öffnungszeiten
  • Stunden für Rückfragen und kleinere Anpassungen

Fehlen diese Posten im Angebot, ist es nicht automatisch billiger, es verschiebt die Ausgaben bloß nach hinten. Klären Sie auch, was eine Änderung im zweiten Jahr kostet und wem die Website gehört, wenn Sie den Anbieter wechseln.

Website-Pflege automatisieren: was lässt sich abgeben?

Wer die Website-Pflege automatisieren will, gibt vor allem Routinen ab, die immer gleich ablaufen: Sicherungen, Updates mit anschließender Prüfung, die Überwachung von Erreichbarkeit und Kontaktformular und das Einsortieren eingehender Anfragen. Inhalte, Preise und Entscheidungen bleiben Handarbeit.

So kann das Schritt für Schritt aussehen, am Beispiel einer angenommenen Schreinerei Muster in Fürstenfeldbruck:

  1. Jede Nacht entsteht eine Sicherung der Website an einem zweiten Ort. Einmal im Monat wird eine davon testweise eingespielt, damit feststeht, dass sie im Ernstfall funktioniert.
  2. Updates laufen nicht blind durch. Nach jedem Update ruft ein Prüfskript die wichtigsten Seiten auf und meldet, wenn etwas fehlt oder anders aussieht.
  3. Ein Dienst prüft laufend, ob die Seite erreichbar ist, und schickt täglich eine Testanfrage durch das Kontaktformular.
  4. Echte Anfragen werden nach Art sortiert, etwa Angebot, Termin oder Reklamation. Ein Antwortentwurf liegt bereit, die Schreinerei liest kurz drüber und gibt frei.
  5. Ein Monatsbericht fasst Updates, Störungen und eingegangene Anfragen zusammen.

Für Ihren Vergleich heißt das: Fragen Sie, welche dieser Routinen enthalten sind, wer bei einer Störung Bescheid bekommt und wie schnell dann jemand reagiert. Zwei gleich teure Angebote können sich an dieser Stelle unterscheiden.

Was wir anbieten

Wir vermieten Websites, statt sie einmalig zu verkaufen. Im Modell bytebrise Sichtbar zahlen Sie 490 € einmalig zum Start und danach 149 € im Monat. Hosting, Pflege, Sicherheits-Updates und Änderungen an vorhandenen Inhalten sind enthalten, gekündigt wird zum Ende jedes Kalendermonats ohne Vorlauffrist. Nach 24 bezahlten Monaten ab Arbeitsstart gehört die Website Ihnen, vorher können Sie sie für 1.990 € herauskaufen. Was im Monatspreis steckt, steht auf der Seite Preise und Leistungen.

Welche Büroabläufe wir zusätzlich automatisieren, zeigt unsere Startseite unter Sechs Abläufe. Dieser Bereich ist neu bei uns und läuft noch bei keinem Betrieb dauerhaft. Jeder Ablauf beginnt als Prototyp zum Festpreis ab 1.500 € mit vier Wochen Test in Ihrem Betrieb, danach folgt eine Monatspauschale, monatlich kündbar.

Häufige Fragen

Ist eine teure Website automatisch besser?

Nein. Der Preis muss zum Umfang passen. Eine einfache Visitenkarte für 5.000 Euro passt so wenig wie ein Onlineshop für 300 Euro.

Woran erkenne ich, ob ein günstiges Angebot seriös ist?

Erkundigen Sie sich, was enthalten ist: Wer schreibt die Texte, wer liefert die Bilder, was kostet Suchmaschinenoptimierung zusätzlich, und was kostet die Pflege im zweiten Jahr? Wer das offen beantwortet, hat nichts zu verstecken. Weitere Fragen dieser Art sammelt unser Ratgeber Sieben Fragen fürs erste Agenturgespräch.

Was sollte ich vor einer Anfrage klären?

Den Umfang (Seitenzahl, Funktionen), wer die Inhalte liefert und welche Beträge im laufenden Betrieb anfallen. Erst dann lassen sich Angebote nebeneinanderlegen.

Wenn Sie wissen möchten, in welche Größenordnung Ihr eigenes Vorhaben fällt, schreiben Sie uns über das Kontaktformular. Wir sagen Ihnen offen, ob unser Mietmodell zu Ihnen passt, und auch, wenn es nicht passt.

Wie steht Ihre Website da?

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