Was kostet eine Website? Diese Frage bekomme ich in Fuerstenfeldbruck fast woechentlich, und ehrlich gesagt ist die Standardantwort "kommt drauf an" das Nervigste, was ein Kunde hoeren kann. Also machen wir es anders. Zwischen einem 300-Euro-Baukasten und einer 15.000-Euro-Agenturseite liegt eine Grauzone, in der KMU und Selbststaendige praktisch keine Orientierung haben. Und genau diese Luecke nutzen unserioese Anbieter aus. Dieser Artikel legt offen, was welche Preisklasse real leistet, wo die laufenden Kosten versteckt sind und warum der Stundensatz weniger aussagt als der Umfang.
Warum sagt der Preis fuer eine Website so wenig aus?
Weil "Website" alles bedeuten kann. Eine einzelne Landingpage ist etwas anderes als ein Firmenauftritt mit fuenf Unterseiten, Kontaktformular, Local-SEO-Setup und DSGVO-konformem Cookie-Management. Der gleiche Preis kann fuer beides aufgerufen werden. Deshalb ist die erste ehrliche Regel: Fragen Sie nie nach dem Preis, sondern nach dem Umfang. Wer Ihnen eine Zahl nennt, ohne vorher zehn Minuten ueber Ihr Geschaeft gesprochen zu haben, verkauft Ihnen ein Schema, keine Loesung.
Die drei realen Preisklassen (und was sie leisten)
Fassen wir es konkret. Es gibt grob drei Wege, an eine Website zu kommen, und jeder hat einen ehrlichen Anwendungsfall.
- Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace), 10 bis 40 Euro im Monat: Sie bauen selbst. Gut fuer den Verein, den Nebenerwerb, die schnelle Visitenkarte. Der Haken ist Ihre Zeit. Zwei Wochenenden am Editor sind schnell weg, und die Seite sieht danach oft aus wie Tausend andere.
- Freelancer oder kleine Agentur, 1.500 bis 5.000 Euro einmalig: Hier bekommt ein KMU in der Regel den besten Gegenwert. Individuelles Design, sauberes SEO-Fundament, Rechtstexte eingebaut, und Sie besitzen die Seite.
- Grosse Agentur, ab 8.000 Euro aufwaerts: Sinnvoll bei Shops, Buchungssystemen, mehrsprachigen Auftritten oder komplexer Technik. Fuer einen Handwerksbetrieb mit fuenf Seiten ist das Overkill.
Der teuerste Fehler ist nicht, zu viel zu zahlen. Es ist, in der falschen Klasse zu landen.
Wo verstecken sich die laufenden Kosten einer Website?
Der Einmalpreis ist selten das Problem. Die laufenden Posten sind es. Und die stehen erstaunlich oft nicht im Angebot. Rechnen Sie mit diesen Positionen, egal wer die Seite baut:
- Hosting und Domain: 5 bis 20 Euro im Monat fuer eine normale KMU-Seite. Bei einem seriosen Anbieter transparent, bei anderen im Paketpreis versteckt.
- Wartung und Updates: Wenn WordPress im Spiel ist, brauchen Plugins und Kern regelmaessige Pflege. Wer das ignoriert, hat irgendwann ein Sicherheitsloch. Ob sich ein Vertrag lohnt oder Eigenwartung reicht, haben wir in unserer ehrlichen Rechnung zu Wartungsvertraegen durchgerechnet.
- Lizenzen: Premium-Themes, Formular-Plugins, Bildrechte. Kleinbetraege, die sich summieren.
Ein sauber gebautes Vanilla-Setup ohne Plugin-Wildwuchs senkt genau diese laufenden Kosten spuerbar. Weniger bewegliche Teile, weniger, was kaputtgehen kann.
Die Mietseiten-Falle: eine Rechnung, die wehtut
Jetzt die Anekdote, die mir bis heute im Kopf haengt. Ein Kunde aus dem Brucker Umland kam letztes Jahr zu uns, weil seine Seite langsam war. Im Gespraech kam raus: Er zahlte seit drei Jahren 89 Euro im Monat an einen Anbieter fuer eine "Mietseite". Klingt harmlos. Rechnen wir nach. 89 Euro mal 36 Monate sind 3.204 Euro. Fuer eine schlichte Fuenf-Seiten-Seite, die er am Ende nicht besass. Kein Zugriff auf den Code, keine Domain auf seinen Namen, und beim Wechselwunsch stand er mit leeren Haenden da. Er hatte drei Jahre lang gemietet, was er einmalig fuer die Haelfte haette kaufen koennen.
Mietmodelle sind nicht per se boese. Fuer manche passt der geringe Einstiegspreis. Aber rechnen Sie die Laufzeit hoch, bevor Sie unterschreiben. Und pruefen Sie einen Satz im Vertrag: Wem gehoert die Seite am Ende? Wenn die Antwort "uns" ist, wissen Sie genug.
Ein realistisches Beispiel: KMU in Fuerstenfeldbruck
Machen wir es greifbar. Ein typischer Auftrag, wie er bei uns oft reinkommt: ein lokaler Dienstleister, Handwerk oder Praxis, im Muenchner Westen. Der Bedarf ist ueberschaubar und trotzdem vollstaendig.
- Fuenf Seiten (Start, Leistungen, Ueber uns, Referenzen, Kontakt)
- Kontaktformular mit DSGVO-konformem Versand
- Local SEO fuer Fuerstenfeldbruck, Olching, Germering und Umgebung
- Google-Business-Verknuepfung und strukturierte Daten
- Rechtstexte, Cookie-Loesung, mobile Optimierung
Realistischer Rahmen: einmalig etwa 2.000 bis 3.500 Euro, je nach Textmenge und ob Fotos vorhanden sind. Laufend rund 10 bis 15 Euro im Monat fuer Hosting und Domain. Kein Abo-Zwang, kein Mietmodell, die Seite gehoert dem Kunden. Nach zwei Jahren liegt so ein Betrieb deutlich guenstiger als der Mieter aus der Anekdote, und er hat mehr Kontrolle. Wie so ein Projekt konkret ablaeuft, zeigen wir in unserem Beitrag dazu, wie wir eine KMU-Website in zehn Tagen bauen.
Woran erkennen Sie ein faires Angebot?
Ein gutes Angebot ist langweilig zu lesen, weil alles drinsteht. Achten Sie auf diese Punkte:
- Der Umfang ist aufgeschluesselt, nicht nur eine Gesamtsumme.
- Laufende Kosten sind separat und klar benannt.
- Es steht schwarz auf weiss, dass Sie Domain und Seite besitzen.
- Kein Druck, keine kuenstliche Verknappung, kein "nur heute".
Sauberes Webdesign und ein solides SEO-Fundament kosten Geld, das stimmt. Aber sie kosten einmal, nicht ewig. Und sie zahlen zurueck, wenn die Seite Anfragen bringt statt nur Betriebskosten.
Haeufige Fragen
Was kostet eine einfache Website fuer ein kleines Unternehmen?
Fuer eine Fuenf-Seiten-Seite mit Kontaktformular und Local SEO liegt der realistische Rahmen bei etwa 2.000 bis 3.500 Euro einmalig, plus rund 10 bis 15 Euro im Monat fuer Hosting und Domain. Baukaesten sind guenstiger, kosten aber Ihre Zeit.
Ist eine Mietseite guenstiger als ein Kauf?
Kurzfristig ja, langfristig fast nie. Bei 89 Euro im Monat zahlen Sie in drei Jahren ueber 3.200 Euro und besitzen die Seite trotzdem nicht. Rechnen Sie immer die volle Laufzeit hoch, bevor Sie ein Abo unterschreiben.
Welche laufenden Kosten kommen auf mich zu?
Hosting und Domain, gegebenenfalls Wartung und Updates sowie Lizenzen fuer Themes oder Plugins. Ein schlankes Setup ohne Plugin-Wildwuchs haelt diese Posten niedrig.
Sie haben ein Angebot auf dem Tisch und sind unsicher, ob der Preis stimmt? Schicken Sie es uns. Wir bieten einen kostenlosen Website-Check und ein 30-minuetiges Audit, in dem wir ehrlich sagen, was Ihre Seite kostet und was sie kosten sollte. Ohne Verkaufsdruck. Hier geht es zum Kontakt.
Konkrete Preisbeispiele und was in einer sauberen Firmenseite steckt, sehen Sie auf unseren Seiten zu Webdesign in Fürstenfeldbruck und zur Unternehmenswebsite.