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Insights · Zahnarzt

Online-Termin-Buchung für Zahnärzte im Vergleich

Online-Termin-Buchung ist für Patienten heute Erwartung, nicht mehr Service-Plus. Wer kein 24-Stunden-Buchungs-Angebot hat, verliert Patienten ans Wettbewerb. Aber welches System nehmen, jameda, doctolib oder etwas Eigenes?

jameda als Branchenstandard

Marktführer in Deutschland mit über 270.000 gelisteten Praxen, davon etwa 35.000 Zahnärzte. Vorteil: Patienten kennen jameda, viele suchen direkt dort. Hohes Volumen an passiven Anfragen über die jameda-Plattform.

Kosten: Basis-Eintrag kostenlos, aber mit eingeblendeten Wettbewerbern in der Profil-Ansicht. Premium-Eintrag mit Wettbewerber-Blocker ab 109 Euro pro Monat. Online-Termin-Buchung über Premium-Vertrag inklusive.

Nachteil aus SEO-Sicht: jameda rankt für Zahnarzt-Suchen oft besser als die einzelne Praxis-Website, weil jameda als Aggregator hohe Domain-Autorität hat. Heißt: ein Teil der Sichtbarkeit landet auf jameda, nicht auf der eigenen Praxis-Website.

doctolib als europäische Alternative

Französischer Anbieter, in Deutschland seit 2019 stark gewachsen. Etwa 100.000 Praxen, modernes Interface, gute mobile App. Wird oft als ergonomischer empfunden als jameda.

Kosten: einheitliches Modell mit etwa 139 Euro pro Monat für Standort. Keine Premium-Stufen, keine versteckten Kosten. Inklusive automatischer Termin-Erinnerungen per SMS, was die No-Show-Rate spürbar senkt.

SEO-mäßig ähnlich wie jameda: doctolib rankt selbst für viele Such-Anfragen, sodass ein Teil der Patienten-Suche auf doctolib endet statt auf der Praxis-Website.

Eigenbau über die Praxis-Software

Viele Praxis-Verwaltungs-Systeme wie ivoris, Z1 oder Dampsoft haben eigene Online-Termin-Module. Vorteil: voll integriert in die Praxis-Software, keine doppelte Datenpflege, keine monatlichen Drittanbieter-Gebühren.

Kosten: Einmal-Lizenz oder Modul-Upgrade typischerweise 500 bis 2.000 Euro, dann nur noch Wartungskosten. Über 5 Jahre gerechnet meist deutlich günstiger als doctolib oder jameda.

Nachteil: keine Sichtbarkeit auf großen Plattformen. Patienten müssen direkt auf der Praxis-Website landen. Funktioniert nur wenn die Praxis ohnehin gut Local-SEO betreibt und über Google direkt gefunden wird.

Was wir empfehlen je nach Praxis-Situation

Praxis mit weniger als 8.000 Patienten und schwacher eigener SEO-Sichtbarkeit: jameda oder doctolib Premium. Die monatlichen Gebühren rechtfertigen sich durch das Patientenvolumen das die Plattformen liefern.

Praxis mit starker eigener SEO-Sichtbarkeit und über 12.000 Patienten: Eigenbau über die Praxis-Software. Die Plattform-Gebühren sind hier nicht nötig weil die Patienten direkt googeln und auf der Praxis-Website landen.

Praxis im Wachstumsmodus: kombinieren. doctolib für die ersten 18 Monate plus eigene SEO-optimierte Website aufbauen, dann ggf. doctolib runterstufen oder kündigen.

Integration in die Website

Egal welches System: die Buchungsmöglichkeit muss prominent auf der Website sichtbar sein. In der Top-Navigation als CTA-Button mit Beschriftung wie „Termin online vereinbaren“. Im Header-Bereich der Startseite. Im Footer.

Bei jameda und doctolib gibt es Embed-Widgets die direkt auf der Praxis-Website geladen werden. Vorsicht: diese Widgets laden externe JavaScript-Bibliotheken die Core Web Vitals spürbar verschlechtern können. Wir lazy-loaden solche Widgets erst bei Klick, nicht beim ersten Page-Load.

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