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WordPress oder individuelle Website: was KMU brauchen

WordPress ist der Reflex, aber fuer eine fuenfseitige Firmenseite oft ein Wartungsmonster. Wir stellen ehrlich gegenueber, wann welches System passt.

WordPress oder individuelle Website ist die Frage, die fast jedes KMU im Landkreis irgendwann stellt. Meistens faellt die Antwort reflexartig aus: WordPress, weil es alle nehmen. Fuer viele Firmenseiten mit fuenf Unterseiten ist das aber die falsche Wahl. Sie handeln sich ein System ein, das eigentlich fuer Magazine mit taeglichen Beitraegen gebaut wurde, und pflegen dann zwanzig Plugins, die irgendwann miteinander streiten. Wir bauen seit Jahren beides und sagen hier ehrlich, wann sich welcher Weg rechnet.

Was ist der echte Unterschied zwischen WordPress und einer individuellen Seite?

WordPress ist ein Content-Management-System. Es liefert Datenbank, Login-Bereich, Theme-System und ein riesiges Plugin-Oekosystem mit. Sie klicken Seiten zusammen und die Software erzeugt bei jedem Aufruf die Seite neu aus der Datenbank. Eine individuelle Seite dagegen ist meistens statisch: fertige HTML-Dateien, die direkt ausgeliefert werden. Kein Login, keine Datenbank, keine PHP-Version, die veraltet. Der Unterschied klingt technisch, entscheidet aber ueber Ihre Wartungslast der naechsten drei Jahre.

Der Reflex kommt aus einer anderen Zeit

Vor zehn Jahren war WordPress oft die einzige bezahlbare Option, um eine Seite selbst pflegen zu koennen. Diese Logik hat sich verschoben. Heute gibt es schlanke Editoren, mit denen auch eine statische Seite anpassbar bleibt, ohne dass ein ganzes CMS im Hintergrund laeuft. Der Reflex WordPress ist geblieben, die Begruendung dafuer teilweise nicht.

Wann ergibt WordPress fuer ein KMU wirklich Sinn?

Es gibt klare Faelle, in denen wir selbst zu WordPress raten. Nicht aus Ideologie, sondern weil das System dann seine Staerken ausspielt.

  • Sie bloggen regelmaessig. Wenn wirklich jede Woche ein Beitrag erscheint, ist der Redaktions-Workflow von WordPress schwer zu schlagen.
  • Mehrere Redakteure pflegen Inhalte. Drei Leute aus verschiedenen Abteilungen, unterschiedliche Rechte, Freigabeprozesse. Dafuer ist ein CMS gebaut.
  • Sie brauchen einen echten Shop. WooCommerce ist ausgereift und guenstiger als viele Alternativen.
  • Der Content aendert sich taeglich. Veranstaltungskalender, Stellenboerse, wechselnde Angebote.

Trifft einer dieser Punkte zu, ist die Diskussion oft schon entschieden. Der Wartungsaufwand lohnt sich dann, weil Sie das System wirklich nutzen. Wer taeglich publiziert, akzeptiert die Update-Pflicht als Teil des Geschaefts. Fair.

Warum wird WordPress fuer eine kleine Firmenseite zum Wartungsmonster?

Jetzt der haeufigere Fall. Eine Handwerksfirma aus Olching, ein Steuerberater in Bruck, eine Physiopraxis in Germering. Fuenf Seiten: Start, Leistungen, Ueber uns, Referenzen, Kontakt. Diese Seite aendert sich vielleicht viermal im Jahr. Auf so einer Seite laufen dann trotzdem ein Slider-Plugin, ein Kontaktformular-Plugin, ein SEO-Plugin, ein Cache-Plugin, ein Cookie-Plugin und ein Page-Builder mit ein paar eigenen Erweiterungen. Jedes davon will Updates. Jedes davon ist ein moeglicher Einfallstor.

Das Problem ist nicht ein einzelnes Plugin. Das Problem ist die Kombination. Ein Update des einen bricht die Funktion des anderen. Wir haben das Muster in drei Plugins, die eine Website lahmlegen ausfuehrlich zerlegt. Wer nicht monatlich draufschaut, hat nach einem Jahr eine tickende Seite. Und die wenigsten KMU schauen monatlich drauf.

Die Steuerkanzlei, die zwei Tage offline war

Ein konkreter Fall aus Fuerstenfeldbruck. Eine Steuerkanzlei kam zu uns, nachdem ihre WordPress-Seite gehackt worden war. Der Einstieg lief ueber ein Slider-Plugin, das seit ueber einem Jahr kein Update mehr bekommen hatte. Die Seite war zwei Tage komplett offline, ausgerechnet in der Woche vor einem Fristtermin, als besonders viele Mandanten anriefen und online nichts fanden. Wir haben die Seite nicht wiederbelebt, sondern schlank neu gebaut. Statisch, ohne Datenbank, ohne Plugin-Zoo. Diese Ersatzseite laeuft jetzt seit zwei Jahren. Kein einziger Update-Notfall. Kein naechtlicher Anruf.

Das ist keine Garantie, dass so etwas nie wieder passiert. Aber eine statische Seite hat schlicht weniger Angriffsflaeche. Kein Login-Formular, das durchprobiert wird. Keine PHP-Ausfuehrung, die man kapern koennte. Weniger bewegliche Teile heisst weniger, das kaputtgeht.

Was kostet der Unterschied im Unterhalt wirklich?

Reden wir ueber Geld, weil das beim KMU-Budget zaehlt. Eine WordPress-Seite braucht laufende Pflege: Core-Updates, Plugin-Updates, PHP-Versionswechsel, Backups, Sicherheits-Checks. Realistisch sind das je nach Anbieter zwischen 40 und 120 Euro im Monat fuer einen Wartungsvertrag, oder eben Ihre eigene Zeit. Eine statische Seite hat diese laufenden Zwaenge nicht. Sie kostet in der Erstellung oft aehnlich viel, danach aber deutlich weniger. Wir haben die nackten Zahlen in Wartungsvertrag oder Eigenwartung durchgerechnet.

Der Denkfehler ist, nur den Angebotspreis zu vergleichen. Zwei Angebote koennen gleich aussehen und ueber drei Jahre trotzdem tausend Euro auseinanderliegen, allein durch die Wartung. Fragen Sie jeden Anbieter nach den Gesamtkosten ueber drei Jahre. Wer da ausweicht, hat einen Grund.

Und die Ladezeit?

Statische Seiten sind fast immer schneller, weil kein Server erst eine Datenbank abfragen und die Seite zusammenbauen muss. Das merkt Google, und es merkt Ihr Besucher am Handy im schlechten Netz zwischen Maisach und Puchheim. Schnelligkeit ist kein Selbstzweck, sie beeinflusst direkt, ob jemand bleibt oder abspringt. Mehr dazu in unserem Webdesign-Ansatz und beim Thema SEO.

Wie entscheiden Sie richtig?

Es gibt keine allgemein richtige Antwort, nur eine passende. Stellen Sie sich zwei ehrliche Fragen. Erstens: Wie oft aendere ich Inhalte wirklich, nicht wie oft ich es mir vornehme? Zweitens: Wer kuemmert sich um Updates, und hat der die Zeit dafuer? Wenn die Antworten selten und niemand sind, ist eine schlanke individuelle Seite fast immer die ruhigere Wahl. Aendert sich viel und gibt es jemanden fuer die Pflege, kann WordPress passen. Framework-Ideologie hilft Ihnen dabei nicht weiter, ein Blick auf den eigenen Alltag schon.

Haeufige Fragen

Kann ich eine statische Seite selbst bearbeiten?

Ja. Wir liefern zu jeder Seite einen schlanken Editor mit, ueber den Sie Texte, Bilder und Kontaktdaten selbst aendern koennen, ohne HTML anzufassen. Der Unterschied zu WordPress ist, dass dieser Editor keine Datenbank und keine Update-Pflicht mitbringt.

Ist WordPress unsicher?

WordPress selbst ist nicht unsicher, der Kern wird gut gepflegt. Das Risiko sitzt fast immer in veralteten Plugins und Themes. Wer diszipliniert und monatlich aktualisiert, faehrt sicher. Genau diese Disziplin fehlt im KMU-Alltag oft, und dann wird es gefaehrlich.

Was, wenn ich spaeter doch einen Shop will?

Dann bauen Sie den Shop, wenn er kommt, und nicht vorsorglich heute. Eine statische Firmenseite laesst sich um einen Shop-Bereich ergaenzen oder auf ein Shop-System umziehen. Fuer heute Ballast mitzuschleppen, den Sie vielleicht in zwei Jahren brauchen, ist selten eine gute Rechnung.

Unsicher, was fuer Ihre Seite passt? Wir schauen unverbindlich drauf. In einem kostenlosen 30-Minuten-Website-Check sagen wir Ihnen ehrlich, ob sich WordPress fuer Sie lohnt oder ob eine schlanke Seite die ruhigere Wahl ist. Ohne Verkaufsdruck, mit Blick auf Ihr echtes Budget. Hier Termin anfragen.

Mehr dazu, wann sich WordPress-Webdesign lohnt und wann eine individuell gebaute Unternehmenswebsite die bessere Wahl ist.

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