Online-Termin für Physio-Praxen
Online-Terminbuchung ist für Physio-Praxen 2026 Erwartung. Wer kein 24-Stunden-Buchungs-Angebot hat, verliert vor allem Selbstzahler an die Konkurrenz. Aber welches System nehmen?
jameda als Branchenstandard
Marktführer in Deutschland mit über 20.000 gelisteten Physio-Praxen. Vorteil: Patienten kennen jameda, viele suchen direkt dort. Hohes Volumen an passiven Anfragen über die Plattform.
Kosten: Basis-Eintrag kostenlos, aber mit eingeblendeten Wettbewerbern. Premium-Eintrag mit Wettbewerber-Blocker und Online-Termin ab 109 Euro pro Monat.
Nachteil SEO: jameda rankt für viele lokale Suchen besser als die einzelne Praxis-Website, weil jameda als Aggregator hohe Domain-Autorität hat. Ein Teil der Sichtbarkeit landet auf jameda statt auf der eigenen Domain.
doctolib als europäische Alternative
Französischer Anbieter, in Deutschland seit 2019 stark gewachsen. Modernes Interface, gute mobile App. Wird oft als ergonomischer empfunden als jameda.
Kosten: einheitliches Modell mit etwa 139 Euro pro Monat pro Standort. Inklusive automatischer Termin-Erinnerungen per SMS, was die No-Show-Rate spürbar senkt.
SEO-mäßig ähnlich wie jameda: doctolib rankt selbst für viele Such-Anfragen. Ein Teil der Patienten-Suche endet auf doctolib statt auf der Praxis-Website.
Eigenbau über die Praxis-Software
Viele Praxis-Verwaltungs-Systeme wie THEORG, Buchner oder Starke Praxis haben eigene Online-Termin-Module. Vorteil: voll integriert in die Praxis-Software, keine doppelte Datenpflege, keine monatlichen Drittanbieter-Gebühren.
Kosten: Einmal-Lizenz oder Modul-Upgrade typischerweise 500 bis 2.000 Euro, dann nur Wartungskosten. Über 5 Jahre meist günstiger als jameda oder doctolib.
Nachteil: keine Sichtbarkeit auf großen Plattformen. Patienten müssen direkt auf der Praxis-Website landen. Funktioniert nur wenn die Praxis ohnehin gut Local-SEO betreibt.
Selbstzahler vs Kassenpatient unterschiedlich behandeln
Ein wichtiger Unterschied zu Zahnärzten: Physio-Patienten kommen oft mit Rezept und müssen nur den Termin koordinieren. Das geht meist auch per Anruf gut.
Selbstzahler dagegen suchen aktiv, vergleichen Preise und buchen online. Diese Gruppe ist der eigentliche Online-Termin-Hebel. Für Praxen mit hohem Selbstzahler-Anteil (Massage, Faszien, Personal-Training) lohnt sich Treatwell oder ein vergleichbares Konsumenten-orientiertes System eher als jameda.
Praktisch: zwei separate Termin-Pfade auf der Website. Rezept-Patienten gehen über das Standard-System, Selbstzahler über einen prominenten Button mit Direkt-Buchung.
Was wir empfehlen je nach Praxis-Situation
Kleine Praxis mit 1 bis 2 Therapeuten und hohem Kassen-Anteil: Eigenbau über Praxis-Software. Plattform-Gebühren würden die Marge zu stark drücken.
Mittlere Praxis mit 3+ Therapeuten und gemischtem Patienten-Mix: jameda Premium plus eigene SEO-Website. Die Provisions-Kosten amortisieren sich.
Selbstzahler-fokussierte Praxis: doctolib oder spezialisierte Buchungs-Tools, plus aktive Lokal-SEO-Pflege.
Integration auf der Website: das Buchungs-Widget muss lazy-loaded sein. Drittanbieter-iframes laden 600 bis 1.000 KB JavaScript und ruinieren die Core Web Vitals wenn auf jeder Seite eingebunden.
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